Vorabpauschale 2026 mit Rechner: Steuer pro 10.000 € berechnen

Quick-Check: Vorabpauschale 2026 auf einen Blick

  • Basiszins (BMF): 2,53 % (festgelegt für das Steuerjahr 2025).

  • Abbuchung: Januar 2026 (automatisch durch deine Bank).

  • Faustformel: Ca. 33 € (Aktien-ETF) bis  47 € (Geldmarkt/Renten) Steuer pro 10.000 € Depotwert (bei Aktien-ETFs ohne Freistellungsauftrag).

  • Deckelung: Du zahlst nie mehr, als dein ETF im Jahr tatsächlich gewonnen hat.

  • Freibetrag: Mit dem 1.000 € Freistellungsauftrag vermeidest du die Abbuchung oft komplett!

Die 10k-Faustregel für Eilige

Bei einem hinterlegten Freistellungsauftrag gilt folgendes:

Bei 10.000 € im Aktien-ETF reichen bereits 124 € freies Volumen aus, damit die Bank gar nichts abbucht. Bei einem Geldmarktfonds (ohne Teilfreistellung) müssten es hingegen ca. 178 € sein.

Einleitung

Januar-Schock bei Trade Republic, DKB oder Scalable?

Viele ETF-Anleger sehen zu Beginn des Jahres plötzlich ein Minus auf ihrem Verrechnungskonto und fragen sich: „Wo kommt das her?“ Die Antwort ist meist die Vorabpauschale 2026.

Keine Panik – das ist keine zusätzliche Steuerlast, sondern eine Vorauszahlung auf künftige Gewinne. Besonders bei einem konsequenten Vermögensaufbau mit deinem [monatlichen 500-€-Sparplan] summiert sich das über die Jahre. Wer jetzt nicht plant, riskiert teure Überziehungszinsen, wenn das Konto für den Sparplan nicht gedeckt ist.

In 2026 (basierend auf dem Zinsjahr 2025) beträgt der Basiszins 2,53 %. Viele Normalverdiener mit ETFs wie dem MSCI World sind betroffen – aber mit smarter Planung minimierst du die Last erheblich. Ich zeige dir heute, wie du die Vorabpauschale für 2026 berechnest.

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Experten-Box: Wer schreibt hier?

Ich bin Michael Flaig, Gründer von SmartMoneyInvesting.de. Meine Philosophie:
Evidenzbasierte, rationale Geldanlage für Normalverdiener – keine Hype-Moonshots, sondern harte Mathe (Zinseszins, Sharpe Ratio) plus Psychologie gegen Panikverkäufe. Seit April 2020 bin ich schon an der Börse aktiv, investiere regelmässig monatlich und teile transparent Erfolge und Rückschläge. Keine Anlageberatung, sondern datengetriebene Inspiration.

Was ist die Vorabpauschale und warum zahlst du sie 2026?


Die Vorabpauschale sorgt dafür, dass der Staat auch bei thesaurierenden ETFs (die Gewinne wieder anlegen) jährlich Steuern erhält. Da die Zinsen 2025 stabil blieben, wird die Pauschale 2026 für fast jeden Anleger relevant – und im Januar automatisch von deiner Bank (z. B. Trade Republic oder Scalable Capital) abgebucht.

Für ETFs gibt es eine Teilfreistellung, die die Steuer reduziert. Ohne Freistellungsauftrag (1.000 € steuerfrei pro Jahr) kann es spürbar werden. Gut zu wissen: Es handelt sich um eine Vorauszahlung, die später beim Verkauf verrechnet wird. Langfristig ist sie kein Rendite-Killer – aber sie beeinflusst deinen Zinseszinseffekt. Mehr dazu in meinem Artikel über den [Zinseszinseffekt bei ETFs].

Vorabpauschale 2026 Rechner

Voraussichtliche Steuerlast:

32,70 €

*Basierend auf 2,53% Basiszins & 26,375% KapESt (inkl. Soli). Ohne Kirchensteuer.

Welchen ETF-Typen muss ich wählen?

Damit die Berechnung stimmt, musst du wissen, wie viel deines Gewinns vom Staat „freigestellt“ wird. Dies nennt man Teilfreistellung (TFS). Je nach Inhalt deines ETFs ändert sich deine Steuerlast pro 10.000 €:

  • Aktien-ETF (30 % TFS): Das ist der Standard für den [500 € Masterplan] oder den MSCI World. Da der ETF zu mindestens 51 % aus Aktien besteht, sind 30 % der Erträge steuerfrei.

    • Deine Last: ca. 33 € pro 10.000 € Depotwert.

  • Misch-ETF (15 % TFS): Diese Fonds mischen Aktien und Anleihen. Hier bleiben nur 15 % der Gewinne steuerfrei.

    • Deine Last: ca. 40 € pro 10.000 € Depotwert.

  • Renten- / Geldmarkt-ETF (0 % TFS): Diese ETFs dienen oft als Cash-Ersatz oder Risikoanker (Pillar 7). Da sie keine Aktien enthalten, gibt es keine Steuererleichterung.

    • Deine Last: ca. 47 € pro 10.000 € Depotwert.

Michael’s Tipp: Hast du einen Freistellungsauftrag von 1.000 € bei deinem Broker hinterlegt, wird diese Summe erst aufgebraucht, bevor echtes Geld von deinem Verrechnungskonto fließt.

Die Formel für 2026 – Harte Mathe, einfach erklärt

Damit du nicht im Dunkeln tappst, nutzen wir die offizielle Formel des Bundesfinanzministeriums. Für deine Elementor-Tools kannst du diese Werte nutzen:

1. Schritt: Basisertrag ermitteln

 

2. Schritt: Steuerlast berechnen (nach 30 % Teilfreistellung für Aktien-ETFs)

 

Hinweis: Der Faktor 0,26375 beinhaltet Abgeltungsteuer und Solidaritätszuschlag. Wer kirchensteuerpflichtig ist, muss mit ca. 8-9 % zusätzlicher Steuer auf den Basisertrag rechnen.

Die Vorabpauschale 2026 Tabelle – Beispiele für Aktien-ETFs

Wie viel Liquidität brauchst du wirklich? Hier eine Übersicht für einen klassischen Aktien-ETF (z. B. MSCI World):

Depotwert (01.01.2025Basisertrag (ca. 1,771 %)Steuerlast (ca. 26,375 % inkl. 30 % TFS)*Empfohlener Cash-Puffer
5.000 €88,55 €~16,35 €30 €
10.000 €177,10 €~32,70 €60 €
25.000 €442,75 €~81,75 €150 €
50.000 €885,50 €~163,50 €300 €

Spezialfall: Die 1/12-Regel für Sparplan-Starter

Hast du erst im Laufe des Jahres 2025 mit deinem 500 € Masterplan begonnen? Dann hast du Glück! Die Vorabpauschale wird zeitanteilig berechnet. Für jeden vollen Monat, der vor dem Kaufmonat des ETF-Anteils lag, wird die Pauschale um 1/12 reduziert. Wer also erst im Juli 2025 gestartet ist, zahlt für diese Anteile nur die Hälfte der berechneten Steuer.

Trade Republic, DKB & Co.: Was du bei der Abbuchung beachten musst

Suchanfragen wie „Vorabpauschale 2026 Trade Republic“ boomen – hier die Praxis:

Freistellungsauftrag prüfen: Hast du deine 1.000 € (Single) in der App hinterlegt? Dann wird die Steuer oft komplett vermieden.
Liquidität sichern: Trade Republic bucht meist in den ersten Januar-Wochen ab. Sorge dafür, dass genug Guthaben auf dem Verrechnungskonto ist – nach deinem [ETF-Sparplan].
Zinsen nutzen: Trade Republic zahlt 2026 Zinsen auf Cash – überweise den Puffer schon im Dezember. So vermeidest du Minuszinsen und dein Sparplan läuft reibungslos.

Schritt-für-Schritt: So bereitest du dein Depot grundsätzlich vor

Deine Vorbereitungs-Checkliste

  • Freistellungsauftrag prüfen: Hast du deine 1.000 € (Einzelperson) bereits hinterlegt? Wenn ja, wird die Vorabpauschale erst davon abgezogen.

  • Liquidität sichern: Sorge dafür, dass nach deinem 500 €-Sparplan noch etwa 0,6 % deines Depotwerts als Cash-Puffer auf dem Konto liegen.

  • Vorabpauschale 2027 im Blick: Da der Basiszins für 2026 bereits am 13. Januar 2026 auf 3,20 % festgelegt wurde, wird die Steuer im nächsten Jahr (Januar 2027) sogar noch etwas höher ausfallen. Plan das jetzt schon ein!

Freistellungsauftrag prüfen

Hast du deine 1.000 € (Einzelperson) bereits bei Trade Republic oder Scalable hinterlegt? Wenn ja, wird die Vorabpauschale erst davon abgezogen, bevor echtes Geld fließt.

Liquidität auf dem Verrechnungskonto

Die Bank bucht die Steuer meist in den ersten Januar-Wochen ab. Sorge dafür, dass nach deinem 500€-Sparplan noch etwa 50–100 € Puffer auf dem Konto liegen, um teure Überziehungszinsen zu vermeiden.

Spezialfälle & Profi-Wissen: Was viele übersehen

  • Deckelung (Günstigerprüfung): Steigt dein ETF 2025 nur um 50 €, aber der Basisertrag liegt bei 177 €? Du zahlst nur auf die tatsächlichen 50 € Gewinn.

  • Depot im Minus: Verlustjahr 2025? Keine Vorabpauschale.

  • Vorabpauschale bei Krypto? Ein Pluspunkt für mein System: Auf echte Kryptowährungen (BTC/ETH) fällt keine Vorabpauschale an! Das macht den 60/30/10-Mix steuerlich extrem attraktiv.

Tipp: Mein [500 € Masterplan] setzt deshalb auf deutsche Broker für maximale Automatisierung.

Vorabpauschale bei Krypto? Der Smart-Money-Vorteil

Ein Pluspunkt für alle, die meinem Ansatz folgen: Auf echte Kryptowährungen (BTC/ETH) fällt keine Vorabpauschale an! Nach einem Jahr Haltedauer ist der Gewinn steuerfrei. Das macht den ETF-Krypto-Mix steuerlich attraktiv. Mehr dazu in meinem [Krypto-Guide]

Vorabpauschale umgehen – Tipps für 2026

– Thesaurierende ETFs wählen, aber Freistellung maximieren.
– In Krypto diversifizieren (siehe 500€ monatlich anlegen).
– Regelmäßig tracken mit der Excel-Angst-Matrix.

Fazit: Keine Panik vor der Steuer

Die Vorabpauschale ist kein Rendite-Killer, sondern eine Vorauszahlung. Mit Freistellungsauftrag und etwas Puffer kommst du stressfrei durch den Januar. Das ist besonders wichtig, wenn du langfristig planst und später in die [Entnahmestrategie] übergehst.

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FAQ – Häufige Fragen

Wie hoch ist der Basiszins für 2026? 
2,53 % – festgelegt vom BMF für das Steuerjahr 2025.

Wann wird die Vorabpauschale 2026 abgebucht? 
Im Januar 2026, automatisch von deiner Bank oder deinem Broker.

Gibt es Vorabpauschale auf Krypto?
Nein – bei direkter Haltung (nicht bei Krypto-ETPs).

Wie berechne ich die Vorabpauschale genau?
Nutze die Formel oben oder meinen Excel-Rechner für personalisierte Ergebnisse.

Kann ich die Vorabpauschale umgehen? 
Teilweise – z. B. durch ausschüttende ETFs oder den Freistellungsauftrag. Mehr im [Vergleich: Ausschüttend vs. Thesaurierend (Spoke)].

Zahle ich doppelt Steuern?
Nein – die Pauschale wird beim späteren Verkauf angerechnet.

Wo finde ich die Abrechnung bei Trade Republic?
In deiner Timeline unter „Aktivitäten“.

Quellen & weiterführende Links

Finanztip – Vorabpauschale Erklärung
Steuertipps.de – Berechnung & Höhe
BMF – Basiszins 2025
Finanzfluss – Rechner
Stiftung Warentest – Vorabpauschale-Rechner